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George - Labrador Retriever, 13 Jahre

Dieses Thema im Forum "Schützlinge unseres Hospizprojekts" wurde erstellt von Tine, 29. April 2017.

Status des Themas:
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  1. Tine

    Tine Pflegestellen- betreuung


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    :lkl:


    George :Herzen: - verbringt seinen Lebensabend bei Freunden!





     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Mai 2017
  2. Tine

    Tine Pflegestellen- betreuung

    George ist heute in seiner Hospizpflegestelle angekommen.

    Sobald wir ihn besser kennengelernt haben können Sie hier sein Profil lesen.
     
  3. George und seine ersten zwei Wochen in Ostfriesland

    Der 29. April war ein seltsamer Tag, schon früh am Morgen kam jemand Unbekanntes und lud mich mit Sack und Pack in sein Auto. Komisch, nach vielen Kilometern gab es ein Pinkelstopp, dann fuhr ich mit einem anderen netten Fremden weiter. Noch einmal wurde ich umgeladen (Vielleicht ist es eine Entführung? Spuren sollen verwischt werden?). Aber die Menschen sind echt nett und ich habe im Gefühl, dass sie es gut meinen mit mir.
    Als die Sonne ganz oben stand, kam ich in Ostfriesland an. Ich konnte die entfernte Meeresbriese und vor allem das Katzenfutter riechen und reckte meinen Hals so hoch es ging. Das Katzenfutter habe ich vorsorglich direkt inhaliert und Ärger gab es dafür auch nicht. Ok, hier ist es nicht schlecht! Aber es muss doch weiter gehen? Ich lief hin und her und bekam vor lauter Stress Spontanschuppen :eek: Immer wieder suchte ich die Nähe von Irmi. Sie wohnt wohl hier und ist auch zuständig für das Katzenfutter. Nach einer halben Stunde und dem für mich provisorisch errichteten Thron, hab ich mich fallen lassen und bin kurz weggedämmert. Als ich aufwachte, war ich total verwirrt. WO bin ich und WARUM? Alles ist neu und ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Irmi zeigte mir erst einmal die umliegenden Gärten und versuchte meinen Adrenalinspiegel zu senken, aber meine Unsicherheit und mein Heimweh waren immer noch präsent.
    Alles um mich ist ruhig, die Katze schläft auf dem Schrank, ich bin noch satt, und habe Spaziergänge gemacht, Irmi liest, aber in meinem Kopf ist es laut. :confused: Bald auch in meinem Bauch. Der ganze Stress schlägt mir auf den Magen. Zwei Nächte Spritzpups verschönerten die Wohnung von Irmi. Aber die Tierärztin, die nur eine Straße weiter wohnt, hat uns beruhigt. Eine Spritze und die halbstündliche Notdurft verschwand. Leider auch mein Appetit. Es gab Rührei, Hundenassfutter, Hundetrockenfutter, Rindfleisch, Katzenfutter. Nix. Alles Bah! :(
    Also sind wir wieder zu Dr. van Lessen gewatschelt und ich bekam Kortison. Auf einmal änderte sich meine Welt. Zwar bin ich ganz toll erzogen und laufe Klasse an der Leine, aber das zahme Entenpaar, welches bei den Nachbarn lebt, haben mich schon zu einem welpenhaften Sprung verleitet, ich fange an, die täglichen Massagen zu genießen und der Appetit kommt wieder. Mein Lieblingsessen ist Ochsenziemer. Danach schlafe und träume ich wie ein Baby.
    Jetzt nach zwei Wochen, hunderten Spaziergängen, dem Kennenlernen von Irmi und Wiebke und meiner medikamentösen Einstellung vergesse ich meine Trauer. Ganz langsam fasse ich tiefes Vertrauen und habe nicht mehr so schlimme Verlassenheitsängste. (Ich muss nicht jedes Mal mit ins Bad, wenn Irmi mal muss :D)

    Danke an Irmi und Wiebke fürs Protokollieren,

    Euer George
     
  4. Die ersten sind die schwersten Tage .....................
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    Aber bald schon erkennt man seine lieben Menschen ......:s020:
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    Kann wunderbar entspannen .....
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    Und hat Kraft und Lust für die wundeschönen Spaziergänge mit Frauchen ..............:ererer:
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    Pfote drauf.:love:
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  5. Liebe interessierte Zeitgenossen,
    ich wollte schon längst etwas von mir hören lassen. ABER: Über mich, George (ich werde von Irmi inzwischen Clooni genannt) wurde schon vor Wochen schriftlich festgehalten, was so passiert ist (z.B. über unsere regelmäßigen Fahrten mit meinem Freund Duke - er kommt aus Spanien und wohnte dort sechs Jahre in einem Zwinger - an unsere Lieblingskieskuhle). Dieser Bericht ist jedoch mit meinen Hinterlassenschaften im Müll gelandet. Denn meine Verdauung ist unermüdlich und die Wohnung wird regelmäßig überraschend gesprenkelt. Irmi ist aber eine gute Perle und ich unendlich tapfer.
    Mein Appetit ist phasenweise gut, aber Irmi muss sich täglich etwas einfallen lassen. Was mir gestern geschmeckt hat, finde ich heute ekelig. Das hat mir der Verdauung zu tun und nicht, dass ich wählerisch oder ein Prinz bin. Mir geht es einfach nicht immer gut. Darauf hat sich der Haushalt der Schoons aber eingestellt. Mit Schlafphasen von 3 Stunden können wir alle inzwischen leben und die Spaziergänge/Schlendereien von 1 Km in 1 Stunde haben etwas meditierendes. Auch der Kater PanTau und die Nachbarskatze finden das Tempo wahnsinnig spannend und begleiten uns immer ein paar hundert Meter. Somit sind wir alle Stadtbekannt und sehr beliebt.
    Bis ganz bald, Euer George (Clooni) :love:
     
  6. Neues vom Genießer

    George Clooni hatte wieder einen Giardien-Rueckfall. Er hat vermutlich die Tabletten nicht alle bei sich behalten. Er kann unglaublich gut tricksen. Wenn er die Tablette in kleinen Stücken in dem von ihm bestellten Frankfurter Würstchen (kross gebraten) mampft, schafft er es gelegentlich die Teilchen heraus zu operieren. Irmi ist dabei immer auf "hab acht"!
    Das Allgemeinbefinden ist aber ok. Seine Anspruchshaltung ziemlich hoch und die Bewegungsfreude auch. [​IMG]
    Nächtliche Gassigaenge liegen bei drei- wenns gut laeuft. George ist ansonsten ein echter Genießer. Er hat einen traumhaften Teppich von seiner Patin Chris geschenkt bekommen und zieht diesen sogar seinem Kuschelbett vor. Fast jeden Tag geht er mit Kumpel Duke an die Kuhle. Anfangs war er skeptisch und traute sich nicht richtig ins Wasser. Nun schwimmt er fast. Einfach herrlich: Irmi und George [​IMG]
    Danke, dass ihr dieses Team möglich gemacht habt!

    Wiebke
     
  7. George an seiner Baggerkuhle.
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  8. Liebe Retrieverfreunde,

    Irmi hat sich am Wochenende mit George ans Wasser gesetzt und einen kleinen Bericht vorgeschrieben, den ich Euch nun abtippe :) Ein paar neue Bilder gibt es in George (Cloonis) Album!

    Clooni ist so richtig angekommen und hat Ruhe gefunden. Die Ruhe sieht bei ihm allerdings anders aus als bei einem gesunden, jungen Hund. Er ist halt ein Senior, aber dabei sehr tapfer und mit wenig Allüren. ;-) Am wichtigsten ist eine feste Struktur. Jeder Tag ist nach Möglichkeit gleich aufgebaut. Allerdings fahren Irmi, George Clooni und die Freunde Ela und Duke bei schlechtem Wetter nicht an die Hundekuhle. Das ist ein Jammer für Clooni. Aber alle Wünsche können nun einmal auch dem Prinzen nicht erfüllt werden.
    Von RuF hat Clooni ganz tolles Futter bekommen, welches er ganz interessant fand. Leider war es nur der Reiz des Neuen, also wird das gute Futter mit ja eher ungesundem Nassfutter geschmacklich veredelt und so auch meistens angenommen. Seine Verdauung ist in der Regel und für seine Verhältnisse ganz gut. Etwa einmal die Woche ist der Magen-Darm-Trakt noch leicht nervös. Äußerlich glänzt er wie frisch geschlüpft und er strahlt viel Lebensfreude aus. Komplimente von anderen Menschen sind inzwischen schon ganz normal. :) Er ist immer ganz vorsichtig bei Kindern und alten Menschen, wobei er fast ausrastet vor freundlichem Übermut, wenn er mich oder unsere Freundin Ela sieht.

    Wie man merkt, hat Irmi ihr Leben und ihren Alltag ganz auf Clooni ausgelegt. Ihr tut es sehr gut, denn das Vertrauen, welches sie von Clooni bekommt ist das größte Geschenk was ein Mensch haben kann.
    Danke wieder einmal an RuF für diese Chance! Clooni hat dieses Leben verdient und ich denke, er hätte nicht mehr Verständnis und Geduld bekommen können, als bei Irmi :rtr:
     
  9. Patricia

    Patricia Hospizpflegestellenbetreuung

    Na erkennt ihr Irmi und George?
    Irmi sitzt an dem großen Tisch in der Mitte und schreibt einen Tagebucheintrag, den ich heute Nachmittag abtippen werde und George (an der Schleppleine) holt sich Komplimente am Nachbartisch ab :) Ich musste leider arbeiten und konnte den beiden nur von hinter der Strandbar zuschauen. LG Wiebk[​IMG]e
     
  10. Leben mitohne Hupi - Ein Nachruf

    Samstag Morgen habe ich ein wunderschönes, ganz weiches und zartes Hundegesicht gesehen. Das erste und letzte Mal war Georges (Hundeopis) Gesicht vollkommen entspannt. Mein erstes Gefühl war, dass er nur durch seinen Lebenswillen und durch die kleinen Momente der Freude durchgehalten hat, sich jedoch sehr geplagt hat in seinem Körper. Man konnte seinem Gesicht ansehen, wie er zu Lebzeiten gekämpft hat.
    Als am Freitag Abend unsere liebe Tierärztin zu Irmi nach Hause kam und ihn erlöste, während Irmi seinen Kopf auf dem Schoß hatte, bekam sie weiche Knie und konnte nicht mehr stehen. Als wenn auf einmal Energie verschwand. Er hat viel Zeit und viel Raum im Leben von Irmi eingenommen. Eigentlich bestand ihr Alltag aus Hupis Versorgung. Jetzt gibt es ganz viel leeren Raum, ein einsames Bett, eine verwaiste Leine. Das muss Irmi erst einmal realisieren. Sie hat ihn gehen lassen, weil er nicht mehr konnte und weil sie nicht mehr konnte. Beide haben in einer Symbiose gelebt und wenn Irmi jetzt über ihn schreiben müsste, würde sie kaum etwas zu Papier bringen können. Deshalb schreibe ich jetzt, was sie mir am Tag seiner Beerdigung gesagt hat!
    "Hupi hat mir unendliches Vertrauen geschenkt! Er war ein wunderbarere Zeitgenosse und der friedliebendste Hund, den ich je getroffen habe. Und mir sind ganz viele friedliebende Hunde begegnet. Trotzdem hatte er einen eigenen Kopf und hat diesen mit Ausdauer durchgesetzt. Aber nie hat er sich in der Vordergrund gestellt, immer darauf vertraut, dass ich merke, was er braucht. Immer hat er sich von Auseinandersetzungen fern gehalten. Jetzt hat sich der größte Teil von ihm auf die Reise gemacht. Zu seinem Herrchen. Ein bisschen ist er aber noch hier bei mir.
    Ich habe viel von ihm gelernt und bin dankbar für diese Zeit, die mich viel Kraft gekostet hat, mir aber auch ganz viel gegeben hat!"
    Hupi George ist in einem privaten Waldstück beerdigt worden. Neben Labihündin Askia.

    Ich danke jedem Einzelnen von Euch für die Gedanken, die hilfreichen und schönen Worte, die Unterstützung durch Tipps und Geldspenden - im Namen von George und Irmi! Er hatte seinen seelischen Frieden schon im Leben, jetzt ist auch sein Körper frei. Wiebke

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