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Hundemafia – Das schmutzige Geschäft mit der Ware Hund

Immer mehr dubiose Hundehändler treiben in Deutschland ihr Unwesen, eine wahre Hundemafia ist entstanden. Ihr einziges Ziel: Mit einem Minimum an Einsatz einen maximalen Gewinn zu erzielen. Hundehändler produzieren ihre Ware in den seltensten Fällen selbst. Elterntiere findet man bei ihnen nicht. Sie verfügen nur über die Tiere, die sie verkaufen. Ihre Geschäfte richten sich nach dem aktuellen Marktwert der Rassen, diese kaufen sie bei dubiosen Züchtern im In- und Ausland ein. Nicht selten verwischen sich dabei die Grenze zwischen Vermehrer und Händler. Deckt die selbst produzierte Rasse des Vermehrers den aktuellen Bedarf des Marktes nicht, fragt er beim Händler an und erhält so schnell und kostengünstig Nachschub. Es gibt auch Händler, die aus Kostengründen nur mit ausländischen „Züchtern“ zusammenarbeiten.

Hundehändler locken mit ihren Billigangeboten in Zeitungen, Anzeigenblättern, Tierhandlungen und mittels blumiger Internetpräsenz. Rassewelpen werden weit unter Preis angeboten. Je nach Wunsch des Käufers, werden die Welpen mit oder ohne Papiere abgegeben, natürlich zu unterschiedlichen Preisen. Forscht man nach dem Ursprung dieser Papiere wird schnell klar, dass sie absolut wertlos sind. Rückschlüsse zu den Ahnen der Welpen und über deren gesundheitliche Untersuchungsergebnisse sind mittels dieser dubiosen Ahnentafeln nicht möglich.

Eine Großzahl der Hunde auf dem aktuellen Welpenmarkt werden in Massenhaltung produziert und über dubiose Kanäle nach Deutschland geschleust. Viele Tiere stammen von Vermehrern aus dem Ausland. Meist liefern anonyme Personen die Welpen an Zwischenhändler oder direkt an den Käufer. Verkäufe an Autobahnraststätten, anderen Treffpunkten oder auf irgendwelchen Märkten sind ebenso üblich wie eine „Lieferung frei Haus“. Viele der Welpen sind krank, unterernährt und vom langen Transport geschwächt. Oft ist der erste Gang mit dem Welpen zum Tierarzt. Die anfallenden Tierarztkosten übersteigen mitunter die Anschaffungskosten schnell um ein Vielfaches. Zu früh von ihrer Mutter getrennt, überleben viele dieser Welpen die ersten Wochen nicht. Wenn sie überleben, zeigen sie oft lebenslang schwere Verhaltensauffälligkeiten aufgrund der frühen Trennung von der Mutter oder gravierende gesundheitliche Beeinträchtigungen aufgrund der schlechten Zuchtbedingungen.

Und die Grenzen in Europa sind weiter gefallen. Nun gibt es auch zu einigen osteuropäischen Ländern keine Kontrollen mehr. Seit der Erweiterung des Schengen-Abkommens und dem Wegfall der Grenzkontrollen ab 1. Januar 2008 hat der Handel mit der Ware Hund noch zugenommen. Sicherlich: Die Einfuhr von Hunden ohne gültigen Heimtierpass, ohne Chip und die von der EU vorgeschriebenen Impfungen, bleibt weiter illegal. Die Grenzkontrollen der Einreisebestimmungen für Tiere waren allerdings schon vor Erweiterung des Abkommens schlecht, nun fallen sie völlig weg. Dies beunruhigt uns sehr und fordert uns Tierschützer und Tierschützerinnen zu weiterer Aufklärungsarbeit auf, und Sie vor Ihrem Hundekauf noch genauer hinzuschauen!

Empfehlen möchten wir Ihnen auch die Aufklärungsseite „Hinsehen statt Wegschauen“ unserer befreundeten Tierschützerin Kathrin Hansen.

TASSO, der ETN und bmt (bund gegen missbrauch der Tiere e.V.) haben das Jahr 2010 zum Jahr „Gegen den unseriösen Welpenhandel“ erklärt und die Kampagne „Wühltisch-Welpen – nein Danke!“ gestartet. Beide Organisationen wollen durch Aufklärung die Nachfrage stoppen und somit für unseriöse Händler den Markt in Deutschland austrocknen.